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Ehekrise – Die größten Irrtümer einer Ehe!

Jedes Paar wünscht sich eine Ehe wie im Märchen. In den Hafen der Ehe möchte man gemeinsam einlaufen, wobei der Hafen als Symbol Standfestigkeit gilt, den auch die stürmische See nicht erschüttern kann. Und hier fangen die Irrtümer und unrealistischen Erwartungen bereits an. Es gibt Paare, die sich erhoffen, durch eine Ehe bereits vorhandene Probleme in der Beziehung zu lösen. 

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Statt an diesen zu arbeiten, bringen sie die Komplikationen jedoch mit in die Ehe, was langfristig zu Konflikten führt. Auch sehr verliebte Paare hegen oft Erwartungen und Wünsche, die sie auf lange Sicht in die Ehekrise führen. Dazu gehört zum Beispiel die Annahme, dass das Liebesleben immer aufregend, die Zuneigung des Partners spürbar und das Zusammenleben harmonisch sein muss oder die Aufgabenverteilung untereinander von jedem Partner als fair und zufriedenstellend wahrgenommen wird. In der Realität kommt es meistens anders. 

Die Bedürfnisse und Ziele zweier Menschen sind nicht immer deckungsgleich oder können sich im Laufe der Zeit voneinander entfernen. Das Liebesleben im Schlafzimmer kann aus Stress- oder gesundheitlichen Gründen einschlafen. Durch die Arbeit oder gemeinsame Kinder kann es zur Vernachlässigung des zwischenmenschlichen Beziehungslebens kommen. Streitigkeiten können die Beziehung belasten und das Schleifen lassen von Kommunikation setzt auf lange Sicht eine Entfremdung in Gang. Diese Erkenntnis wirkt auf viele Menschen enttäuschend und ernüchternd. Dabei kommen diese Problemfelder in den meisten Ehen vor. Auch eine lange Beziehung ist kein Garant dafür, dass eine Ehe ewig hält. Vielmehr hängt es davon ab, ob ein Paar eine Ehekrise meistern kann.

Wusstest du schon?

Das Ehepaare sich nicht ähnlich werden?

Ehepaare werden sich nicht immer ähnlicher. Das hartnäckige Vorurteil wurde im Jahr 2010 durch eine Studie von Mikhila Humbad der Michigan State Universität widerlegt. Für ihre Studie hatte sie 1296 Ehepaare analysiert, die mindestens über einen Zeitraum von 10 Jahren verheiratet waren. Diese hatten zuvor an einem Persönlichkeitstest teilgenommen. Die Auswertung ergab, dass sich keiner der Teilnehmer während der Ehejahre auffällig verändert hatte. Vermutlich sucht man sich von vornherein einen ähnlichen Partner.

Krise in der Ehe – alltäglich?

Wo Menschen zusammenleben, kommt es zu Konflikten. Eheleuten geht es nicht anders. Jeden Tag ist jeder Partner verschiedenen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Diese wirken sich auf die Stimmung aus. Sieht man den Partner täglich, ist man geneigt, unbewusst den Stress von außerhalb am Anderen auszulassen. Kommt erheblicher Stress dazu wie durch finanzielle Engpässe, Probleme bei der Arbeit oder Erziehungsstress, kann das die Ehe belasten. Inzwischen wird jede zweite Ehe geschieden. Nicht immer bedarf es dabei konkreter Auslöser. Eine Ehekrise kann sich auch über längere Zeit anbahnen. Merkmale dafür gibt es viele. 

So können beispielsweise Verhaltensweisen, die man früher am Partner mochte, den Anderen plötzlich in den Wahnsinn treiben. Hat der Ehemann die Kommunikationsfreudigkeit am Anfang ihrer Beziehung noch als positiv wahrgenommen, ärgert ihn jetzt vielleicht das viele Gerede. Hat es der Ehefrau zuerst nichts ausgemacht, dass der Mann öfters vor dem Bildschirm sitzt, fasst sie sein Verhalten jetzt als unerträglich auf und reagiert gereizt. An dieser Stelle passieren meistens zwei fatale Fehler: Entweder wird die Eigenart ignoriert und in sich "hineingefressen" oder es wird permanent kritisiert. 

Entscheidend bei einer Ehekrise ist, ob es sich um eine temporäre Krise oder eine existenzielle Krise handelt, man das schädliche Verhalten und gegebenenfalls vorhandene Auslöser identifizieren und bewältigen kann und ob beide Partner gewillt sind, an ihrer Ehe zu arbeiten. Ca. 80 bis 90 % der Paare trauen sich nicht, eine Paarberatung oder eine Ehetherapie in Anspruch zu nehmen. Dabei sollte man sich nicht schämen, Hilfe anzunehmen, um seine Ehe zu retten.

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Ehekrise – Wer schweigt verliert!

Kommunikation ist das A und O für eine lange Beziehung und Ehe. Infolge einer Trennung berichten viele Paare, dass die Kommunikation nicht mehr funktioniert habe. Wo diese aber fehlt, kommt es zu Interpretationen. Wer emotional vorbelastet und skeptisch das Verhalten des Partners interpretiert, kommt zu verzerrten Ergebnissen. Wird dann immer noch geschwiegen, verfestigen sich die vermeintlichen Erkenntnisse und liefern neuen Stoff für Probleme. Die fehlende Kommunikation birgt noch eine weitere Gefahr: Finden innerhalb der Beziehung keine Gespräche mehr statt, sprechen die Partner mit Freunden, Familienmitgliedern und Arbeitskollegen über ihre Probleme. Dies kann vorhandene Beziehungsprobleme verschlimmern, denn Dritte sind voreingenommen, insbesondere weil sie das Problem nur einseitig geschildert bekommen. Die Perspektive des Partners fehlt. Bestärken Dritte in der eigenen Ansicht, sinkt die Bereitschaft, einen Kompromiss zu schließen oder auf den Anderen zuzugehen. 

Kommunikation sollte mit dem eigenen Partner stattfinden. Um Probleme anzusprechen, solltet ihr euch Zeit füreinander nehmen. Im Anschluss des Gesprächs sollte ein Termin stehen, den ihr einhalten müsst, damit ihr das Gespräch auch wirklich in Ruhe führen könnt. Teilt eurem Partner eure Sorgen und Ängste, Wünsche und Bedürfnisse mit. Verzichte auf Vorwürfe und Schuldzuweisungen und betone stattdessen, wie sich die Verhaltensweisen des Anderen für euch anfühlen. Gebe aber auch positive Rückmeldung und zeige deine Anerkennung für Dinge, die du am Partner schätzt. Sei anschließend auch selbst ein guter Zuhörer. Lasse den Partner aussprechen, stelle Fragen, wenn du etwas nicht verstanden hast und halte dich mit voreiligen Lösungsansätzen zurück. Die Problemlösung sollten ihr gemeinsam angehen. 

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Wusstest du schon?

Das die Verliebtheit nur ein Jahr hält?

Das Gefühl der Verliebtheit hält bei Paaren etwa ein Jahr an, wie aus einer Studie von Emanuele Enzo von der Universität von Pavia aus dem Jahr 2005 hervorgeht. Der Nervenwachstumsfaktor Neutrophin NFG spielt eine Rolle bei der euphorischen Verliebtheit. Frisch verliebte Paare hatten im Blut nachweislich höhere Neurotrophin NFG-Werte als die Kontrollgruppe. Nach einem Jahr hatte sich der Wert bei den getesteten Paaren wieder normalisiert. Für eine lange Beziehung sorgt das sog. Kuschel-Hormon Oxytocin.

Ehe in einer Krise – Zum Scheitern verurteilt?

Manchmal scheint die Situation so aussichtslos, dass Paare sich fragen, ob sie eine Ehekrise meistern. Die Grundvoraussetzung um die Ehe retten zu können, ist die Bereitschaft dazu. Die Ehe aus der Krise zu retten, ist nicht einfach. Jeder Part muss seinen Teil dazu beitragen und darf nicht davor zurückscheuen, offen über seine Gefühle zu sprechen. Bei einem Treuebruch stellt sich die Frage, ob der eine dem anderen Partner überhaupt verzeihen kann. In solch einer Situation ist das Vertrauen erschüttert. Es braucht Zeit für den Betrogenen, den Seitensprung zu verarbeiten. 

Der Betrogene erlebt einen gefühlsmäßigen Ausnahmezustand mit Phasen der Schockstarre, Wut, Trauer, während der Untreue mit einem schlechten Gewissen kämpft. Die Verhaltensweisen des Betrogenen sind verständlich, jedoch langfristig schwer zu ertragen. Der Untreue reagiert mit Rechtfertigungen, die den Betrogenen nur umso mehr quälen. Auch wenn es den Anschein macht, es sei unmöglich, eine durch einen Seitensprung verursachte Ehekrise zu meistern, besteht grundsätzlich das Potenzial, sofern sich beide noch lieben und ihre Ehe retten möchten. 

Auch für Paare, die sich jeden Tag heftig streiten, scheint es häufig aussichtslos. In diesen Fällen ist es unabdingbar, die wahre und zumeist tief verborgene Ursache für den Streit herauszufinden. Ist die Ehekrise entstanden, weil ein Partner erkrankt oder aufgrund eines Unfalls körperlich eingeschränkt ist oder kommen beide über einen Schicksalsschlag nicht hinweg, zum Beispiel weil ein Kind verstorben ist, bedarf es professioneller Hilfe. Doch mit einer Ehetherapie oder Paarberatung ist es auch in diesen Fällen möglich, die Beziehung zu retten.

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Ehekrise – Ehe ohne Liebe möglich?

Es gibt Ehen, die nicht der Liebe wegen geschlossen werden und Ehen, bei denen die Liebe vergeht. Mit Ersterem sind nicht nur arrangierte Ehen gemeint. Immer häufiger hört man auch in der westlichen Welt von sog. Vernunftehen. Dabei heiratet kein verliebtes Paar, sondern Freunde, die einander schätzen und gemeinsam eine Familie gründen oder Steuervorteile erlangen möchten. Manchmal folgt nach einiger Zeit das Verlieben, manchmal nicht. Ähnlich arbeitet auch das SAT1-Format "Hochzeit auf den ersten Blick", bei dem Experten anhand wissenschaftlicher Methoden Paare zusammenstellen, die sich zum ersten Mal bei ihrer Hochzeit sehen und nach sechs Wochen darüber entscheiden, ob sie die Ehe fortführen oder sich scheiden lassen wollen. Die Erfolgsquote dieser Ehen liegt derzeit bei unter 10 %. 

Zu Vernunftehen und arrangierten Ehen gehen keine repräsentativen Statistiken vor, zumal arrangierte Ehen zwar keine Zwangsehen sind, jedoch nicht selten durch familiären Einfluss Druck ent- und bestehen. Wie ist es nun aber bei Ehen, die aus Liebe geschlossen wurden und bei denen die Liebe vergeht? Im Gegensatz zur Vernunftehe haben sich Verliebte möglicherweise weniger Gedanken gemacht, ob ihr Zusammenleben langfristig kompatibel ist und sie dieselben Träume haben. Ist die Liebe nicht mehr da und gibt es keine verbindenden Elemente mehr, kann es besser sein, die Ehe zu beenden. Hat man gemeinsame Kinder und verbindet beide Ehepartner keine Liebe mehr, sondern eine tiefe Freundschaft, kann aus der Ehe eine Vernunftehe werden. Die Zukunft würde dann zeigen, ob man nach dem Auszug der Kinder noch zusammenbleiben oder getrennte Wege gehen möchte.

Wusstest du schon?

Das es ein verflixtes viertes Jahr gibt?

Das verflixte siebte Jahr verbreitet Angst und Schrecken und besiegelt angeblich das Ende für eine sechs Jahre lange Beziehung. Die Anthropologin Helen Fisher wollte diesem Vorurteil auf den Grund gehen und führte eine Langzeitstudie unter Auswertung von Scheidungsstatistiken aus 62 Ländern durch. Diese ergab: Das verflixte Jahr ist in Wahrheit das vierte. Die meisten Paare trennen sich zwischen dem zweiten und dem vierten Ehejahr. Die Trennungsgründe sind individuell verschieden.

Ehekrise – Das kannst du jetzt tun!  

Es hat sich eine handfeste Ehekrise angebahnt. Verfalle nicht in Panik oder tiefe Frustration. Die Krise muss nicht das Aus für eure Ehe bedeuten, sondern kann sogar eine Chance für die Zukunft sein. Anhand der Ehekrise fällt auf, dass etwas falsch läuft und aufgearbeitet werden muss. Schafft man es, diese Ehekrise zu meistern, kann man als Paar gestärkt daraus hervorgehen und seine Bindung sogar noch vertiefen. Suche das Gespräch zu Ihrem Partner. Werde dir darüber klar, worin die Probleme liegen. Tauscht euch aus, wie ihr empfindet. Versucht die Probleme zu identifizieren, analysieren und aufzuarbeiten. Nehmt euch einander ernst und hört euch gegenseitig gut zu. 

Akzeptiert es, dass ihr nicht immer einer Meinung seid und auch Lösungsvorschläge nicht automatisch für beide Partner hinnehmbar sind. Vergleicht euch nicht mit anderen Paaren. Jede Beziehung ist verschieden und was für das eine Paar gut funktioniert, muss nicht zwingend auch für euch die richtige Option sein. Darüber hinaus könnt ihr nie wissen, ob andere Paare euch immer die Wahrheit über die Zufriedenheit in Ihrer Ehe erzählen. Seid deswegen auch vorsichtig damit, Ratschläge anzunehmen. Eine Paarberatung oder Ehetherapie kann euch dabei helfen, die Ehe zu retten. Möglicherweise wird der Partner diesen Vorschlag zunächst ablehnen. Nehme es ihm nicht übel und sei deswegen nicht verletzt. Oft ist die Angst davor, verurteilt zu werden, der Grund zur Ablehnung einer Ehetherapie oder Paarberatung. Ermutige dein Partner, anstatt ihm Vorwürfe zu machen.

Wusstest du schon?

Das es eine 5:1 Regel für eine perfekte Beziehung gibt?

Wissenschaftler haben immer wieder versucht, die Geheimnisse einer guten Ehe zu ergründen und kamen dabei auf unterschiedliche Ergebnisse. Der Forscher und Psychologe John Gottmann entwickelte die Gottmann-Konstante, bei der das Verhalten von positiven zu negativen Interaktionen 5:1 ergeben muss. So darf zwar auch innerhalb einer glücklichen Ehe eine negative Interaktion stattfinden, die jedoch von vier positiven Interaktionen ausgeglichen werden muss. Überwiegen die negativen Interaktionen, ist die Partnerschaft unglücklich-instabil.

Was in einer Ehe wichtig ist? Hättest du es gewusst?

Um eine gute Ehe zu führen, sollte man keine zu hohen Erwartungen haben oder Irrtümern erliegen. Es ist normal, wenn es hin und wieder Streit und Konflikte gibt. Wichtig ist, dass man während einer solchen Streitigkeit nicht den Respekt vor dem anderen Partner verliert. Droht ein Streit zu eskalieren, sollte man pausieren und etwas Abstand suchen, damit die Gemüter sich beruhigen können und eine klare Sicht auf das Problem wieder ermöglicht wird. Hat man einen Fehler begangen, sollte man sich beim Partner entschuldigen. 

Die Ehe ist kein Machtkampf. Versuche verständnisvoll zu sein, auch wenn du nicht alles nachvollziehen kannst, was deinem Partner wichtig ist. Gehe Kompromisse ein. Nehmt euch immer Zeit füreinander, auch wenn der Alltag noch so hektisch ist. Seid ihr beide zeitlich oft eingespannt, dann mache in der Woche einen festen Termin miteinander aus. Schafft feste Rituale wie den Abschiedskuss am Morgen, das Essen Gehen am Hochzeitstag oder einmal im Jahr den gemeinsamen Urlaub. Kommuniziert miteinander und sprecht dabei eure Bedürfnisse, Wünsche, aber auch Probleme offen an. Beachtet die positiven Dinge in eurer Beziehung und versuche deinem Partner auch nach langen Ehejahren deine Wertschätzung für Ihn zu zeigen. 

Versucht nie im Streit auseinander zu gehen oder einzuschlafen. Ihr müsst vor dem Weg zur Arbeit oder vor dem Einschlafen nicht jeden Konflikt beendet und aus der Welt geschafft haben, aber eine Streitigkeit sollte zumindest vertagt werden, um anhaltenden Stress zu vermeiden.

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Was versteht man unter Ehe?

Die Ehe drückt das Zusammenleben von paaren aus, die eine Familie bilden!

Was kann ich tun, um meine Ehe zu retten?

Hin und wieder passiert es, dass man vor allem in langjährigen Ehen sich voneinander entfernt. Um die Ehe zu retten muss man sich wieder Stück für Stück annähern!

Wie lange sollte man um eine Ehe kämpfen?

In einer unglücklichen Beziehung zu stecken, ist für jeden individuell aushaltbar. Wenn sich innerhalb eines Jahres nicht ändert, ist es besser einzusehen, dass es Zeitverschwendung ist und es beendet werden sollte!


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