definition liebe

  

Was ist Liebe? Die größten Mythen!

Schon die Beatles haben es besungen - "All you need is love". Viele Menschen bezeichnen die Liebe als größte Macht des Universums. Und es stimmt: Liebe hat sehr viel Gutes auf der Welt bewirkt, teilweise aber auch ganze Weltreiche zum Einsturz gebracht. Sie kann uns unglaublich glücklich, aber auch tottraurig machen. Eine einheitliche Definition von Liebe kann und wird es wohl niemals geben. Fakt ist aber, dass wir ohne sie nicht existieren können. Ein liebloses Leben wäre undenkbar langweilig. Fünf Buchstaben, die alles im Leben bedeuten können. Grund genug, sich dieses Thema näher anzuschauen.

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Existiert ein Rezept der Liebe? Stellt man diese Frage 500 Leuten, wird man auch genauso viele verschiedene Antworten erhalten. Der Duden definiert Liebe als Gefühle, durch die wir uns zu einem bestimmten Menschen hingezogen fühlen. Zum Glück ist die Realität nicht so staubtrocken. Die Definition der Liebe ist im wahren Leben viel spannender. Im Endeffekt gibt es aber keine allgemeingültige Antwort. Jeder erlebt sie anders. Noch wichtiger: Wenn du liebst, spürst du es einfach. Was es im Gegensatz zu einer eindeutigen Beschreibung allerdings zuhauf gibt, sind Mythen rund um die Themen Liebe und Gefühle. Auf drei davon möchte ich kurz eingehen.

Mythos 1: Verliebt auf den ersten Blick

Können wir uns im ersten Moment verlieben? Die Wissenschaft ist sich hier uneinig. Sie geht davon aus, dass wir uns zunächst zu Menschen hingezogen fühlen, die uns attraktiv finden. Schaut uns jemand tief in die Augen und hält diesen Blick lange aufrecht, verfallen wir dieser Person und sind auf den ersten Blick verliebt. Laut Studien ist das aber schon ein Anzeichen dafür, dass wir jemanden auch emotional attraktiv finden. Sind wir nur sexuell am Gegenüber interessiert, schweift unser Blick eher über den gesamten Körper der anderen Person. Also immer schön auf die Augen achten!

Mythos 2: Gegensätze ziehen sich an

Jeder hat diesen Spruch schon einmal gehört. Dahinter steckt aber eher ein Trick der Evolution. Meist verlieben sich zwei Menschen, deren Gene möglichst unterschiedlich sind und sich somit - im Falle von Nachwuchs - perfekt ergänzen würden. Ist das Erbgut eher ähnlich ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass man sich ineinander verliebt. Es wird vermutet, dass die Natur dadurch Inzucht verhindern will.

Mythos 3: Liebe geht durch den Magen

Unser Magen-Darm-Trakt ist direkt mit unserem Gehirn verbunden. In einem Szenario überschwemmen uns Liebe und Gefühle, wenn wir beispielsweise frisch verliebt sind. Im zweiten Fall werden wir verlassen und sind todunglücklich. Beides kann uns deutlich auf den Magen schlagen. Gehen wir aber mal vom besten Fall aus. Jeder Mann freut sich über ein lecker gekochtes Drei-Gänge-Menü. Und natürlich sind Frauen auch Männern nicht abgeneigt, die kochen können.

Wusstest du schon?

Die Verliebtheitsphase wirkt wie eine Droge.

Sind wir verliebt, kommt uns das Leben wie ein Rausch vor. Wissenschaftler stellen tatsächlich Parallelen fest zwischen Drogenkonsum und Schmetterlingen im Bauch. So werden beispielsweise dieselben Hirnareale, vor allem das Belohnungszentrum, stimuliert. Jetzt ist auch klar, warum das Ende einer Beziehung sich anfühlen kann, wie ein kalter Drogenentzug.

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Warum die Liebe wichtig für uns ist!

Geliebt werden ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Ein Säugling ist existenziell auf die Zuneigung seiner Mutter angewiesen. Dies ist bei allen Säugetieren, zu denen wir nun mal auch gehören, gleich. Nur durch eine liebevolle Bezugsperson entsteht ein Urvertrauen, dass das komplette spätere Leben prägen wird. Diese frühkindliche Bindung ist nachweislich dafür verantwortlich, wie selbstbewusst und psychisch gesund der junge Mensch durchs Leben gehen wird. Aus Experimenten weiß man, dass Säuglinge, die mit allem lebensnotwendigen wie Nahrung und Wasser versorgt wurden, trotzdem gestorben sind, wenn nicht liebevoll mit ihnen gespielt oder gelacht wurde. Diese Definition von Liebe bezieht eher eine entwicklungspsychologische Sicht mit ein und macht deutlich, dass die frühkindliche Mutterliebe Dreh - und Angelpunkt des Lebenswegs ist. Sie ist genauso lebenswichtig wie Nahrung, Luft und Wasser. Die Beatles hatten also recht!

Später sind wir nicht mehr existenziell von beispielsweise der Mutterliebe abhängig. Trotzdem ist und bleibt der Mensch ein soziales Wesen. Die Fähigkeit zu lieben ist in unserer DNA angelegt. Und auch wenn wir sie nach einer gescheiterten Beziehung verfluchen wissen wir doch, dass es ohne sie auch nicht geht. Und stell dir vor, wie trist und langweilig das Leben beizeiten wäre, wenn wir nicht dieses Kribbeln hätten oder dieses Gefühl angekommen zu sein. Die Liebe hat Bedeutung für unser Leben - sie spendet Sinn und sorgt dafür, dass wir auch nach den schlimmsten Erfahrungen wieder Vertrauen und Mut fassen können. Sie ist die Macht, die die Welt ein Stück besser macht.

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Die Liebe zu uns selbst! Von vielen unterschätzt!

Selbstliebe wird zu oft mit Arroganz oder gar Narzissmus verwechselt. Hier liegt aber großer Trugschluss vor. Erlebt ein Kind sichere Bezugspersonen, ist die Chance groß, dass es eine gute Selbstliebe entwickelt. Genau wie die Mutterliebe ist diese bedingungslos, sie ist nicht an bestimmte Vorgaben geknüpft. Viele Menschen tun sich damit heute schwer. Zu oft wird der Wert der eigenen Person am Kontostand, dem Auto in der Garage oder am Schulabschluss gemessen. Menschen mit guter Selbstliebe schätzen sich aber als liebenswerte Person losgelöst von diesen Dingen. Sie lieben sich genau deshalb, weil sie so sind wie sie sind. Dies ist eine gute Voraussetzung, auch eine erfüllte Partnerschaft führen zu können. Immer wieder begegnet man Menschen, die ihr eigenes Selbstvertrauen an die Zuneigung ihres Partners knüpfen. Fühlen sie sich geliebt, funktionieren sie. Ist die Beziehung zu Ende, brechen sie zusammen wie ein Kartenhaus. 

Ohne Liebe keine Bedeutung des eigenen Seins. So denken sie zumindest. Oft sind diese Menschen sehr eifersüchtig. Dies ist kein übertriebener Liebesbeweis, sondern eher ein Indiz für geringes Selbstbewusstsein und die Angst nicht gut genug zu sein. Die Erwartung, dass der Partner das eigene Selbstbild schon irgendwie zurechtrücken wird, ist eine immense Erwartungshaltung, die eigentlich keine Beziehung aushalten kann. Hast du Probleme damit, dich selbst zu lieben, musst du diese selbst lösen. Dein Partner kann eine gute Unterstützung sein, aber gehen musst du diesen Weg allein. Nur so ist es nachhaltig. Aus diesem Grund ist es entscheidend, dass jeder Mensch auch in einer Beziehung individuell bleibt, seine Erfahrungen macht und an sich arbeitet. Treffen zwei Menschen aufeinander, die sich selbst so lieben wie sie sind, ist das eine gute Voraussetzung für eine glückliche Beziehung, Für das Rezept der Liebe ist Selbstliebe also eine wichtige Grundzutat.

Wusstest du schon?

Frühlingsgefühle existieren nicht.

Laut Wissenschaft existieren die sogenannten Frühlingsgefühle nicht, da unser Hormonsystem sich immer in einem Gleichgewicht befindet. Im Frühjahr wirken allerdings mehr optische Reize auf uns, da wir mehr "nackte Haut" zu sehen bekommen. Auch sorgen die Sonnenstrahlen dafür, dass wir mehr Glückshormone wie Dopamin und weniger Schlafhormone ausschütten. Nichtsdestotrotz werden die meisten Kinder nicht im Frühjahr, sondern im Herbst und Winter gezeugt.

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Ist die Liebe zu anderen ebenfalls wichtig für uns?

Liebe hat eine Bedeutung für uns, die über das Existenzielle hinausgeht. Empfinden wir liebevolle Gefühle für einen anderen Menschen wissen wir, dass wir am Leben sind. Lassen wir diese Gefühle nicht mehr zu und verschließen unser Herz, ist unser Leben ein ganzes Stück weniger aufregend und intensiv. Dann regiert Bitterkeit und Kälte in unserem Inneren und wir stumpfen langsam ab. Bejahe die Liebe und ihre Gefühle, nur dann bejahst du auch das Leben. Dies ist eine Definition der Liebe, die ich sofort unterschreiben kann.

Zugegeben, jemanden zu lieben kann auch böse ausgehen. Wir werden verletzt und wissen nicht, ob wir jemals wieder in der Lage sein werden einem Menschen unsere Gefühle zu zeigen. Aber genau darum geht es im Leben - tue es trotzdem! Lasse dich nicht von deiner Angst abhalten! Genau wie im Alltag gibt es Rückschläge und Enttäuschungen - wir verlieren den Mut oder haben Angst. Und so ist es auch in Beziehungen. Wir müssen mutig sein, uns auf einen anderen Menschen einzulassen, ihm zu vertrauen und unser Innerstes zu offenbaren. Das Rezept der Liebe bringt uns dazu, diesen Mut aufzubringen und einen Schritt aus unserer Komfortzone zu tun. Außerhalb unserer emotionalen Sicherheit lernen wir viel über uns selbst. Im Umgang mit unserem Partner lernen wir Seiten an ihm und uns kennen, mit denen wir in der Verliebtheitsphase nie gerechnet hätten. Durch die Liebe verlässt du also regelmäßig deine Wohlfühlzone, lernst dich besser kennen und kannst an dir arbeiten. Das gleiche passiert deinem Partner. So könnt ihr gemeinsam das große Ganze namens Beziehung erschaffen. Ihr lernt für euch und fürs Leben. Die Liebe hat also die gleiche Bedeutung im Leben, wie das Salz in der Suppe. Ohne geht zwar, aber es schmeckt nur fad und langweilig. Greife dir den Salzstreuer des Lebens und gebe der Liebe Bedeutung.

Wie erkenne ich das ich Liebe?

Eine einheitliche Definition der Liebe existiert nicht. Wie können wir uns also sicher sein, dass wir wirklich lieben und es sich nicht nur um ein überschwängliches Schwärmen in der Verliebtheitsphase handelt? Dieses Thema ist so immens wichtig, dass sich sogar die Wissenschaft damit beschäftigt hat. Sie sieht einen klaren Unterschied zwischen der Verliebtheitsphase und wirklichem Liebem. Bei ersterem konzentriert man sich eher auf sich selbst, das Belohnungszentrum im Gehirn ist sehr aktiv und wir genießen die Schwärmereien des anderen. Wir fühlen uns geschmeichelt. Lieben wir hingegen mit vollem Herzen, wandert unser Fokus auf unseren Partner. Wir nehmen uns selbst zurück und sind ihm gegenüber fürsorglich und empathisch. Wir haben das Bedürfnis ihm zu helfen, beispielsweise nach einer Enttäuschung wieder glücklich zu werden.  All die Dinge, die wir automatisch machen wie zuhören, Fehler verzeihen und füreinander da sein, sind also gute Anzeichen dafür, dass man den Partner wirklich liebt.

Ich denke, man kann hier auch der eigenen Intuition vertrauen. Akzeptiert man die Eigenarten und Fehler des anderen oder erwischt man sich selbst ständig beim Nörgeln? Fühlt man sich angekommen und geborgen oder trauert man immer der "besseren" Zeit ans Single hinterher? Beharrt man auf seinem Standpunkt oder will man den anderen verstehen und gemeinsam eine Lösung finden? All das können Anhaltspunkte sein, ob man vielleicht wirklich nicht über die Verliebtheitsphase hinausgekommen ist. Eine Entscheidung sollte jedenfalls gut überlegt sein und nicht jede Meinungsverschiedenheit sollte das Ende der Beziehung bedeuten können, sonst kann sich kein vertrauensvolles Miteinander entwickeln. Hat man nach einem heftigen Streit das Bedürfnis der Versöhnung und kann auch eigene Fehler eingestehen, ist man aber sicher auf einem guten Weg.

Wusstest du schon?

Wir sind blind, wenn wir verliebt sind.

Studien haben herausgefunden, dass dieser Mythos sogar wahr ist. Verliebte tragen tatsächlich imaginäre Scheuklappen auf den Augen. Attraktive Alternativen zum eigenen Partner werden ausgeblendet. Es konnte bewiesen werden, dass Probanden, die sich zuvor eine schöne Situation mit dem oder der Liebsten vorgestellt hatten, weniger auf Bilder attraktiver Menschen reagierten. Sie hatten die rosarote Brille auf.

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Die 3 größten Irrtümer der Liebe!

Nun sind wir der Definition von Liebe schon ein wenig näher bekommen. Liebe und Gefühle lassen sich nicht trennen und natürlich bleibt bei einem so hochemotionalen Thema natürlich auch der ein oder andere Irrtum nicht aus.

Irrtum 1: Streit in einer Beziehung darf nicht passieren.

In einer Beziehung treffen zwei unterschiedliche Menschen aufeinander. Trotz tief empfundenen Gefühlen ist Streit in Beziehungen wichtig und gehört dazu. Der Streit sorgt dafür, dass die Partner ihre Wünsche äußern können und man gemeinsam an der Beziehung arbeitet. Wichtig ist nur, dass man fair bleibt, den Partner im Streit nicht absichtlich persönlich verletzt und gemeinsam nach einer Lösung sucht. Für jede Beziehung ist es gesünder, dass mal richtig die Fetzen fliegen bevor sich der Frust soweit anstaut, dass er toxisch auf das Miteinander wirkt. Streit gehört als Zutat in jedes Rezept der Liebe.

Irrtum 2: Du musst alles mit deinem Partner gemeinsam machen.

Natürlich sollten Paare viele gemeinsame Aktivitäten unternehmen, denn jede Unternehmung stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Es ist aber ein absoluter Irrglaube, dass alles gemeinsam stattfinden muss. Gerade für langjährige Beziehungen kann es Balsam sein, dass die Partner eigene Erfahrungen machen, von denen sie abends berichten können. So bleibt die Beziehung lebendig.

Irrtum 3: Liebe reicht aus, um die Beziehung zu erhalten.

Natürlich sind starke Gefühle eine perfekte Grundlage für eine Beziehung. Verabschieden sollte man sich aber von dem Gedanken, dass diese allein ausreichen, um mit einem Partner glücklich zu bleiben. Eine Beziehung bedeutet auch Arbeit an einem selbst, an der Kommunikation untereinander und an gemeinsamen Momenten.

Fazit:

Es gibt kein allgemeingültiges Rezept der Liebe. Wie in der Küche bedarf es sorgsam ausgewählter Zutaten, in der richtigen Reihenfolge und mit perfektem Timing, um nachher ein gutes Ergebnis zu haben. Gleichzeitig braucht es aber auch den Mut etwas Neues auszuprobieren. Und nicht vergessen: Eine verbrannte Pfanne kann gespült, ein geschnittener Finger verarztet und ein gebrochenes Herz geheilt werden. Wichtig ist, dass du deine eigene Definition von Liebe findest und lebst.

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Was ist Liebe?

Liebe ist ein zusammen gefasstes Gefühl von Verbundenheit, Zuneigung und Wertschätzung zwischen zwei Menschen!

Was bedeutet es wenn ich Liebe?

Die bedingungslose Akzeptanz meines Gegenübers so wie er/sie ist und ihn/sie als freien und gleichwertigen Menschen zu betrachten!

Woran erkenne ich, dass es keine Liebe mehr gibt?

-Ständige Kritik an dem/der Partner/in

-Drang den/die Partner/in ändern zu wollen

-Wenig bis gar keine Kommunikation

-Die Schuldzuweisungen überwiegen

-Bei dem/der Partner/in unglücklich sein


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